Frédéric Donié

 

Wer und was ich bin

Ich bin 55 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Töchter.

  • promovierter Dipl. Biochemiker, seit 1991 bei Boehringer Mannheim bzw. Roche Diagnostics (RDG)
    • 5 Jahre Einsatzstoff-Entwicklung für neue Diagnostica;
    • 5 Jahre HIV-Testentwicklung in der Immunologie;
    • 6 Jahre Zulassung immunologischer Tests bei Regulatory Affairs.
  • seit 2006 im Betriebsrat Penzberg und seit Dezember 2007 für die Betriebsratsarbeit freigestellt.
  • 2008 - 2010 nebenberufliches Studium "Wirtschafts- und Arbeitsrecht" an der FernUniversität Hagen.
  • 2008 - 2013 im Aufsichtsrat der Roche Deutschland Holding GmbH (RDH).
  • seit 2013 im Aufsichtsrat der Roche Diagnostics GmbH (RDG).

 

Meine aktuellen Schwerpunkte in der Betriebsrats-Arbeit

Für die Belange anderer eintreten,
sachkundig und entschieden Lösungen erarbeiten,
Wichtiges vorantreiben und gemeinsam mit anderen durchsetzen,
und dann auch noch Erfolge für KollegInnen erreichen;
das ist ein ganz wertvoller Bestandteil meiner täglichen Arbeit geworden,
der für mich viel höher wiegt als all die Erfolge meiner bisherigen Arbeit.

 

Darüber hinaus bin ich Betriebsrat weil...

  • ich Arbeitsrecht als äußerst wissenswert und aufschlussreich empfinde und mit meinem Wissen den Betriebsrat als Verhandlungspartner gegenüber dem Arbeitgeber stärken möchte.
  • es als Betriebsrat nicht ausreicht, mit dem Arbeitgeber Vereinbarungen und Regelungen im Sinne der Mitarbeitenden zu treffen, um dann tatenlos zuzusehen, wie diese im täglichen Geschehen ignoriert werden. Hier ist Aufmerksamkeit, Engagement und Einsatz gefordert, damit diese auch im Arbeits-Alltag Realität werden.
  • Die leitenden Angestellten werden durch den Sprecherausschuss vertreten. Nicht-leitende AT-Angestellte (bei uns in der RDG AT 1-4) werden formalrechtlich durch den Betriebsrat vertreten. Deshalb setzt eine wirksame Interessensvertretung des AT-Bereichs die aktive Mitarbeit von AT-Mitarbeitern im Betriebsrat voraus.

 

Schwerpunkte meiner Betriebsrats-Arbeit in den letzten Jahren

Seitdem ich freigestellt bin, nimmt die persönliche Beratung von KollegInnen stetig zu. Manches Mal reicht es aus, den Betroffenen in Gesprächen zur jeweiligen individuellen Situation Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Oftmals ist dies jedoch nicht ausreichend und dann sind tatkräftige Aktionen gefordert, wie z.B.

  • die Vermittlung bei Konflikten zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten;
  • die Begleitung und Unterstützung des Mitarbeitenden bei Personalgesprächen;
  • oder gar die Initiierung von Projekten im Betriebsrat;
  • bzw. das Adressieren von Missständen gegenüber dem Arbeitgeber.

Mir ist dabei immer ganz wichtig, in Abstimmung mit dem Kollegen oder der Kollegin zu handeln, der oder die mich um Hilfe gebeten hat. Meine Devise ist ganz klar: "Hilfe zur Selbsthilfe" und wenn weitergehende Aktionen notwendig sind, diese gemeinsam mit den Betroffenen durchziehen.

Daneben bin ich hauptsächlich im Ausschuss für Arbeitszeit (AfAZ) mit vielen Themen rund um die Arbeitszeit engagiert: von der Bearbeitung eingehender Mehrarbeitsanträge bis zur Überprüfung der Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes. Doch auch diverse Projekte fordern mich. Dabei geht es meistens um Themen, die sowohl Betriebsrats-intern als auch mit dem Arbeitgeber beraten werden. Vieles davon mündet dann in Betriebsvereinbarungen, die dann für alle Mitarbeitenden in Penzberg oder in der ganzen RDG gelten.

 

 

Schwerpunkte meiner zukünftigen Betriebsrats-Arbeit

  • Weiterhin kompetenter Ansprechpartner sein und allen KollegInnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
  • Mitarbeitenden bei Problemen Hilfe zur Selbsthilfe geben und auch in schwierigen Fällen Unterstützung bieten.
  • Auch in stürmischen Zeiten fair, geradlinig und standhaft für die Mitarbeitenden am Standort Penzberg einstehen.
  • Dem Arbeitgeber auf Augenhöhe gegenüber stehen und ihm gegenüber die Interessen der Mitarbeitenden mit Nachdruck vertreten.
  • Als Vertreter der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat der RDG mit daran arbeiten, den Standort Penzberg im Roche-Konzern gut zu präsentieren und zu stärken.

All diejenigen, die mich von der Arbeit her kennen, werden es sicher bestätigen: ich bin ein harter aber fairer Verhandlungspartner, der sich nicht überreden, sondern nur durch gute Argumente überzeugen lässt. Da ich mich nicht scheue, dem Arbeitgeber auch unbequeme Fragen zu stellen und mich nicht mit der erst besten Antwort abspeisen zu lassen, bin ich überzeugt, eine wichtige Stütze im Penzberger Betriebsrat zu sein.

So habe ich in der nächsten Wahlperiode wieder vor, durch meine Mitarbeit in diversen Ausschüssen und Projekten sowie darüber hinaus auch im Aufsichtsrat der RDG alles zu tun, damit die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen des Standorts Penzberg Gehör finden und durchsetzungsstark vertreten werden.

 

 

 

 

 

Ich will daran mitwirken, dass...

  • der Standort Penzberg eine erfolgreiche Zukunft mit sicheren Arbeitsplätzen hat;
  • der Penzberger Betriebsrat als starker und anerkannter Verhandlungspartner gegenüber dem Arbeitgeber auftritt;
  • die Entscheidungen des Betriebsrates sachlich fundiert erfolgen und nicht Gewerkschafts-politischen Zielen untergeordnet werden;
  • alle Betriebsräte - egal ob sie zur IG-BCE oder zur Freien Liste gehören - gemeinsam an einem Strang ziehen;
  • der Betriebsrat als anerkannte Interessens-Vertretung der Belegschaft eine entsprechende Akzeptanz im Werk Penzberg erfährt;
  • Zustände, die den Mitarbeitern oder der Firma schaden, nicht nur angeprangert, sondern auch geändert werden. Meine Einstellung ist, dass derjenige, der mitreden möchte, auch mitarbeiten muss. Wer etwas verändern will, muss dies auch mitgestalten. Denn nur Forderungen aufzustellen und sich auf die Arbeit anderer zu verlassen, hilft nicht weiter und führt nicht zum Erfolg. Nur durch eigene Mitarbeit sind die eigenen Vorstellungen umsetzbar.

Ich bin Mitglied beim VAA, dem Verband für angestellte Akademiker (www.vaa.de). Was bedeutet das? Der VAA ist eine Arbeitnehmervertretung und Gewerkschaft ähnlich der IG-BCE, jedoch mit dem Unterschied, dass sich der VAA aus den innerbetrieblichen Aktivitäten heraushält - außer er wird durch seine Mitglieder um Unterstützung gebeten. Diese Unterstützung bietet er dann hauptsächlich in der Form, dass er seine Mitglieder in persönlichen Angelegenheiten oder bei Ihrer Gremienarbeit in Betriebsrat, Sprecherausschuss oder Aufsichtsrat unterstützt. Der VAA bietet durch seine Juristen eine hervorragende arbeitsrechtliche Beratung, die speziell auf die chemische und pharmazeutische Industrie in Deutschland zugeschnitten ist. Ferner steht der VAA jederzeit bei Fragen zu betrieblichen Angelegenheiten hilfreich zur Seite, z.B.

  • bei Fragen zu Verhandlungs-Strategien;
  • durch Vermittlung von Kontakten zu Betriebsräten anderer Firmen in der chemischen Industrie;
  • durch Beratung aufgrund von Erfahrungen mit ähnlichen betrieblichen Vereinbarungen anderer Firmen;
  • durch eine große Sammlung von Informationsbroschüren zu diversen betrieblichen Themen;
  • oder durch Prüfung von Texten, wenn es um entscheidende Formulierungen in Betriebsvereinbarung, Interessens-Ausgleich oder Sozialplan geht.

Dabei ist es mir wichtig etwas klar zu stellen, das im Vorfeld von Betriebsratswahlen oft vergessen wird: Gewerkschaft ist nicht gleich Betriebsrat.

  • Einerseits ist es Aufgabe von Gewerkschaften mit den Arbeitgeberverbänden über Tarifverträge Mindeststandards für Branchen und Regionen (Firmen-unabhängig) auszuhandeln. Dies ist wichtig und auch gut so. Dafür brauchen wir starke Gewerkschaften, da deren Gegenüber, die Arbeitgeberverbände sich naturgemäß in einer starken Position befinden.
  • Andererseits ist der Betriebsrat die Arbeitnehmervertretung innerhalb eines Betriebs bzw. Unternehmens. Hier werden Betriebsratsmitglieder benötigt, die sich für die Mitarbeiter ihres Betriebes einsetzen. Hier geht es darum, für den Betrieb bzw. das Unternehmen Regelungen auszuhandeln, die im Interesse der Mitarbeitenden sind und manchmal sogar den Interessen einer Gewerkschaft entgegen stehen.

Es machen also nicht die Gewerkschaften die Betriebsratsarbeit, sondern es sind die einzelnen gewählten Betriebsräte, die die Qualität der Betriebsratsarbeit ausmachen. Dabei unterstützen die Gewerkschaften selbstverständlich, sollten aber im Hintergrund bleiben. Durch die Aufgabentrennung, wie sie auch das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und das Tarifvertragsgesetz (TVG) vorsieht, ist sichergestellt, dass innerhalb eines Betriebes die Interessen der MitarbeiterInnen nicht den Interessen einer Gewerkschaft untergeordnet werden.

Ich möchte an dieser Stelle aber nicht nur für mich sprechen, sondern zum Ende meiner Ausführungen ganz klar für uns alle sprechen:

Wir, die Kandidaten der Freien Liste, haben uns zum Ziel gesetzt,

  • Ratgeber und kompetenter Ansprechpartner für alle Mitarbeitende zu sein - unabhängig von irgendeiner Gewerkschaftszugehörigkeit;
  • Ratsuchenden Hilfe zur Selbsthilfe zu geben;
  • Probleme schon im Vorfeld frühzeitig anzugehen und nicht erst dann, wenn die Situation eskaliert;
  • bei anstehenden Entscheidungen die betroffenen KollegInnen einzubinden;
  • die uns gestellten Aufgaben weiterhin kompetent zu bearbeiten;
  • kompetente Vertretung der Interessen der Mitarbeitenden zu sein;
  • Durchsetzungskraft und Durchhaltevermögen zu zeigen;
  • unsere Kraft zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze einzusetzen;
  • strategisch zu denken, vorausschauend zu agieren und nachhaltig zu wirken.

 

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